Lidfehlstellungen

Im Gegensatz zur rein altersbedingten Lidhauterschlaffung, können Lidfehlstellungen beispielsweise durch eine angeborene Erkrankung, Vernarbungen (z. B. nach einer Verletzung/Operation) oder eine Gesichtsnervenlähmung verursacht sein. Fehlstellungen der Lider können zu einer schweren Beeinträchtigung des Sehvermögens und zu ernsthaften Beschwerden führen. Die operative Behandlung solcher Fehlstellungen kann darum auch unter medizinischen Aspekten notwendig sein.

Einwärtsdrehen der Lidkante (med. Entropium)

Bei einem Entropium ist der Lidrand nach innen gedreht, was ein ständiges Reiben der Wimpern an Hornhaut und Bindehaut zur Folge hat. Dadurch entstehen Augenentzündungen/-geschwüre, welche zu bleibenden Sehstörungen (z. B. Vernarbungen der Hornhaut) führen können.

Auswärtsdrehen der Lidkante (med. Ektropium)

In diesem umgekehrten Fall dreht sich das Unterlid so nach außen, dass es nicht mehr an Horn- und Bindehaut anliegt. Die Folgen sind vermehrter Tränenfluss, eine schlechte Benetzung der Augenoberfläche und die Austrocknung der Hornhaut. Oft ist diese Fehlstellung mit einem Tiefstand des Lides verbunden.

Herabhängen des gesamten Oberlids (med. Ptosis)

Eine dritte, häufige Lidfehlstellung ist das Hängen eines oder beider Oberlider. Je nach Grad der Fehlstellung kann die Pupille teilweise oder ganz durch das herabhängende Lid verdeckt sein. Die Sicht ist darum unter Umständen erheblich eingeschränkt.

Behandlung

Um die Beschwerden zu lindern oder zu beheben bzw. einer weitergehenden Beeinträchtigung vorzubeugen, ist bei dauerhaften Fehlstellungen ein operativer Eingriff ratsam bzw. erforderlich. Alle Operationsformen zur Korrektur von Lidfehlstellungen können in der Augenklinik Theresienhöhe meist ambulant ggf. aber auch stationär vorgenommen werden.

Risiken

Wie jede Operation bergen auch diese Eingriffe ein operatives Risiko. Infektionen und Wundheilungsstörungen sind jedoch bei Einhaltung der Nachsorgetermine meist medikamentös behandelbar. Ernsthafte, andauernde Verletzungen des Auges treten sehr selten auf. Aufgrund der Vielzahl der durchgeführten Eingriffe, der langjährigen Erfahrung von Prof. Klauss und seinem Team und einer individuellen Beurteilung und Abwägung aller Chancen und Risiken, lässt sich die Risikosituation auf ein Mindestmaß reduzieren.