Was ist ein Glaukom?

Meist geht der Grüne Star (Glaukom) mit einem erhöhten Augeninnendruck einher. Die Erhöhung wird durch eine Behinderung des Kammerwasserabflusses ausgelöst. Vergleichbar mit einer verstopften Badewanne steigt der Flüssigkeitspegel sukzessive an, solange das Wasser ebenso kontinuierlich zufließt. Im Gegensatz zu diesem beispielhaften Vergleich besitzt das Auge jedoch keine Art Überlaufventil.

Aus diesem Grund drückt die erhöhte Flüssigkeitsmenge immer mehr gegen den Glaskörper. Dieser gibt den Druck weiter auf die Netzhaut und besonders auf die Nervenfasern der Sehnerven. Mit der Zeit kann der erhöhte Augeninnendruck den Sehnerv schädigen und dadurch das Gesichtsfeld beeinträchtigen. Unbehandelt kann der Grüne Star letztendlich sogar zur Erblindung führen.

Kammerwasserabfluss und Kammerwasserbildung

Hinter der Linse befindet sich der sog. Glaskörper. Dieser besteht aus einer gelartigen, elastischen Masse, welche die Netzhaut schützt und den Augapfel stabil hält. Vor der Linse strömt das dünnflüssige Kammerwasser. Es versorgt Hornhaut und Linse mit Nährstoffen. Wie bei einem See besteht im gesunden Auge ein Gleichgewicht zwischen Zufluss und Abfluss des Kammerwassers. Dadurch bleibt der Druck im Augeninneren konstant.

Bei Krankheitsverlauf des Grünen Stars wird dieses Gleichgewicht gestört, weil das Kammerwasser nicht ungehindert abfliessen kann. Der dadurch entstehende erhöhte Augeninnendruck schädigt auf Dauer den Sehnerven.

Seheindruck mit Grünem Star

beginnendes Glaukom
leichtes Glaukom
schweres Glaukom