Die Grauer Star-Operation

Die Katarakt-Operation ist ein kurzer und schonender Eingriff, der von der Operationszeit her in den meisten Fällen nicht mehr als 20 Minuten dauert und für Sie schmerzfrei ist.

Die Operation erfolgt überwiegend in örtlicher Betäubung, selten unter Vollnarkose. Während des Eingriffes liegen Sie bequem auf einer Liege. Ihre Pupillen werden mittels Augentropfen erweitert. Um den Eingriff für Sie möglichst angenehm zu machen, legen wir eine Infusion mit beruhigenden Medikamenten in Ihre Armvene. Die lokale Betäubung Ihres Auges erfolgt entweder durch betäubende Augentropfen oder durch eine Injektion neben das Auge - und nicht, wie häufig fälschlicherweise angenommen, in das Auge.

Man unterscheidet zwei Phasen der Katarakt-OP:

Phakoemulsifikation

Im ersten Schritt wird Ihre getrübte Linse zerkleinert und abgesaugt. Dieses Verfahren bezeichnet man als Phakoemulsifikation.

Über einen nur milimeterfeinen Schnitt am Rand der Hornhaut wird das Instrument in das Auge eingeführt, mit welchem der Linsenkern zerkleinert, verflüssigt und abgesaugt wird. Gleichzeitig wird das Auge mit einer sterilen Lösung gefüllt, um die Flüssigkeit, die dem Auge entnommen wird, zu ersetzen.

Bei diesem modernen Verfahren bleibt der sog. Kapselsack, ein Gewebe welches die Linse schützend umgibt, weitestgehend erhalten.

Einsetzen der Kunstlinse

Über den feinen Schnitt wird nun in den leeren Linsenkapselsack eine kleine, faltbare Kunstlinse aus weichem Material (Intraokularlinse) vorsichtig eingeschoben. Die Kunstlinse entfaltet sich langsam und kontrolliert im Augeninnern und verankert sich mit Hilfe kleiner elastischer Federbügel im Kapselsack.

Der für die Implantation nötige Schnitt ist heutzutage so fein, dass er meist nicht einmal mehr genäht werden muss, sondern sich selbständig verschließt.