Augenklinik München

Die Fehlsichtigkeiten

Bei einem fehlsichtigen Auge handelt es sich um ein medizinisch gesundes Auge, welches aber aufgrund eines angeborenen oder sich im frühen Leben entwickelten "Konstruktionsfehlers" keine Normalsichtigkeit erreichen kann. Es werden drei "Konstruktionsfehler", sprich Fehlsichtigkeiten, unterschieden.

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Kurzsichtigkeit (med. Myopie)

Die Kurzsichtigkeit kommt am häufigsten vor. Ein kurzsichtiges Auge hat einen verlängerten Augapfel.

Die einfallenden Lichtstrahlen werden bereits vor der Netzhaut gebündelt, so dass in der Ebene der Netzhaut bei entfernten Gegenständen ein unscharfes, verwaschenes Bild entsteht.

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Weitsichtigkeit (med. Hyperopie)

Ein verkürzter Augapfel führt dazu, dass die einfallenden Lichtstrahlen erst hinter der Netzhaut gebündelt werden.

Die Folge: Vor allem in die Nähe verschwimmen die Bilder. Das Sehen bedeutet eine permanente Anstrengung, die oftmals Grund für Kopfschmerzen ist.

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Hornhautverkrümmung (med. Astigmatismus)

Bei einem Astigmatismus, auch Stabsichtigkeit genannt, ist die Hornhaut nicht gleichmäßig wie eine Kugeloberfläche geformt, sondern an verschiedenen Stellen unterschiedlich stark gewölbt.

Die einfallenden Lichtstrahlen werden an diesem "Knick in der Optik" unterschiedlich gebrochen, so dass sie nicht als Punkt, sondern als Stab auf der Netzhaut abgebildet werden. Es entsteht somit ein verzerrtes Bild.

Altersweitsichtigkeit (med. Presbyopie)

Die klassische Altersweitsichtigkeit ist durch eine Augenlaser-Behandlung nicht korrigierbar, da es sich hierbei um einen altersbedingten Flexibilitätsverlust der Linse sowie des Halteapparates handelt. Das Auge verliert die Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Entfernungen einzustellen.

Lediglich für Kurzsichtige besteht die Möglichkeit, über das Prinzip der Monovision die Altersweitsichtigkeit auszugleichen. Hierbei wird ein Auge optimal korrigiert und übernimmt das Sehen in die Ferne. Das andere Auge belässt man leicht kurzsichtig.

Damit ist dieses Auge für das nahe Sehen zuständig. So kann z.B. auch in fortgeschrittenem Alter die Speisekarte im Restaurant noch ohne Brille gelesen werden. Allerdings kann die Fähigkeit des räumlichen Sehens mit diesem Eingriff eingeschränkt werden.