Hinterkammerlinse - ICL

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Die ICL

Hinterkammerlinse ICL

ICL steht für "implantable contact lens". Sie wird zusätzlich zur körpereigenen Linse eingesetzt. Im Gegensatz zu einer Vorderkammerlinse handelt es sich bei der ICL jedoch um eine Hinterkammerlinse, welche zwischen Iris und körpereigener Linse in die Augenhinterkammer eingesetzt wird. Diese Speziallinse ist weich und klein und wird vor der natürlichen Linse platziert.

Die ICL kann Kurz- und Weitsichtigkeit korrigieren. Die sog. torische ICL korrigiert gleichzeitig die Hornhautverkrümmung.

Eine Alternative zum LASIK-Verfahren

Das Einsetzen dieser Linse übernehmen ausschließlich sehr erfahrene Augenchirurgen, da es sich um einen Eingriff im Augeninneren und nicht an der Augenoberfläche handelt, wie z. B. bei den Augenlaser-Verfahren (z. B. LASIK, Femto-LASIK). Meist kommt der Einsatz einer ICL dann in Betracht, wenn eine Laserbehandlung nicht möglich ist. Sei es, weil beispielsweise die Fehlsichtigkeit zu stark oder die Hornhaut zu dünn ist.

Indikation ICL:

Weitsichtigkeit bis ca. +20 dpt. Kurzsichtigkeit bis ca. -20 dpt. Hornhautverkrümmung bis ca. +/- 6 dpt

Vorteile

  • sehr breites Spektrum an Fehlsichtigkeit ist korrigierbar
  • die Hornhaut wird nicht verdünnt
  • Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung sind in einem Schritt korrigierbar
  • die Linse kann ausgetauscht bzw. wieder entnommen werden

Nachteile

  • Infektionsgefahr
  • Trübung der körpereigenen Linse
  • Augendruckerhöhung