Endothel-Zell-Biomikroskopie
Die Hornhaut ist ein klares, durchsichtiges Gewebe, dessen Gesundheit entscheidend davon abhängt, dass der Stoffwechsel ungestört abläuft, d. h. eine ständige und gute Versorgung mit Nährstoffen sowie eine restlose Beseitigung der Stoffwechsel-Endprodukte gewährleistet sind.
Die Endothel-Zell-Biomikroskopie ist eine Untersuchung, die mit dem Endothelzellen-Messgerät, einem hochpräzisen, computerunterstützten Mikroskop, durchgeführt wird. Mit diesem Gerät können alle Hornhautschichten und insbesondere die innerste Zellschicht, das Endothel, mit hoher Auflösung mikroskopisch genau untersucht werden. Dabei lassen sich Struktur und Dichte der Endothelzellen berührungslos darstellen. Diese Untersuchung ermöglicht es uns, Veränderungen an der Hornhaut frühzeitig zu erkennen um diese dann ggf. zu behandeln.
Gründe für eine Schädigung des Stoffwechsels des Hornhautepithels
Zahlreiche Einflüsse können den Stoffwechsel des Hornhautendothels stören und die Hornhaut schädigen: operative Eingriffe am Auge, eine luftundurchlässige Kontaktlinse, Chemikalien, Medikamente, Luftschadstoffe etc.
Manche Menschen haben auch angeboren besonders empfindliche Zellstrukturen. Ein erster Hinweis für eine Schädigung sind Veränderungen an der innersten Schicht der Hornhaut, dem sogenannten Hornhautendothel: bei Abnahme der Zellzahl oder bei Veränderung der Größe der Zellen besteht die Gefahr, dass die Hornhaut bei Belastungen trübe wird.
Wir empfehlen die Endothel-Zell-Biomikroskopie
- regelmäßig für Kontaktlinsenträger
- regelmäßig bei genetischer Disposition
- vor und nach bestimmten operativen Eingriffen am vorderen Augenabschnitt (z.B. Grauer Star, refraktive Laser- und Linsenchirurgie,etc.)

